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Liebe Bergfreunde,

Mit meiner physischen und psychischen Kraft kann ich anderen Menschen auf meiner langen Wanderung durch die Alpen helfen – das ist die schönste Motivation für mich. Man kann schon mit kleinen Mitteln viel bewirken, man muss nur den ersten Schritt tun. Oder wie Kästner zu sagen pflegte: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.

In meinem Tagebuch werdet Ihr aktuelle Zwischenberichte lesen und exklusive Fotos meiner Alpen-Längs-Durchquerung sehen können. In regelmäßigen Abständen werde ich Euch von unterwegs über meine interessanten Begegnungen, den interkulturellen Austausch mit verschiedenen Menschen und Kulturen sowie meine Erfahrungswerte auf der Gipfelroute informieren. Der offizielle Startschuss ist am 1. Mai 2008.

Euer Bergsteiger Peter Melchin

Von Innsbruck ging es dann am Inn weiter nach Zirl hinauf nach Hochzirl und dann nach Seefeld mit der Reitherspitze. Was mir sehr zu schaffen macht ist die Wetterlage. Einfach keine Wetterbesserung in Sicht, und dann diese Kälte und nochmal Neuchnee bis auf 1500 Meter. Die Hütten haben teilweise noch nicht geöffnet, da noch [...]


Der Weg führte mich nun Kilometer für Kilometer weiter. Über Zell am See ging es nach Kaprun. Hier wollte ich das Kitzsteinhorn besteigen. Zunächst begann alles gut: Die ersten Schneepassagen waren leicht zu bewältigen, da der Schnee schön griffig war. So schaffte ich die 3000 Meter-Grenze. Doch je höher ich stieg, desto tiefer sank ich bei jedem Schritt in den Schnee ein. Mir war klar, dass ich ein höheres Risiko einging als beim Dachstein: Der Weg wurde immer schwieriger und ich war ganz allein. Was sollte ich also tun? Der Abstieg schien mir sehr nicht ungefährlich wegen der schweren Schneebeschaffenheit. So stand ich kurz vor dem Gipfel – ich konnte das Gipfelkreuz bereits sehen - und beschloss kurzerhand umzudrehen. Die Entscheidung war nicht leicht, doch wie heißt es so schön: „Der Weg ist das Ziel“.


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